Dr. Sport: Diese Krankheiten verbessern sich

Schlafstörungen, Gedächtnisverlust, Erektionsprobleme, ADHS, Angstneurosen und PMS: Diese gesundheitlichen Probleme sind in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Dabei ist es ganz egal, ob deine Symptome nur schwach sind oder du sehr stark darunter leidest – schuld daran ist oft einzig und allein dein Fitnessmangel! So kannst du Krankheiten verbessern:

 

Gedächtnisverlust/ Vergesslichkeit

Ein gesundes Gehirn und ein gesundes Herz hängen zusammen. Deshalb wirken sich alle Übungen, die den Kreislauf in Schwung bringen, auch positiv auf die Durchblutung deines Gehirns und damit auch auf dein Gedächtnis aus. Studien haben gezeigt, dass aktive Menschen bei Gedächtnistests besser abschneiden als nicht aktive Menschen: Du kannst dir mehr merken, bist aufmerksamer, entscheidungsfreudiger, planst effektiver und bist ein guter Multi-Tasker!

Empfehlung:
Gut für dein Gedächtnis ist alles, was neu ist! Lerne Yoga, Zumba oder Vibrationstraining oder starte regelmäßig einen komplett neuen Trainingsplan mit neuen Übungen. Du kannst auch einfach immer wieder eine neue Route joggen, deine Fahrradtour regelmäßig ändern oder deinen Garten neu bepflanzen.

Angstzustände

Geldsorgen, Zukunftsängste, Angst den Job oder nahe Familienangehörige zu verlieren. Neben diesen alltäglichen Sorgen gibt es chronische Ängste, die durch psychische Störungen (z.B. durch eine Depression), hervorgerufen werden können. Was dir jetzt hilft sind Übungen, die die Stimmung heben. Sportliche Menschen werden in ihrem Leben mit einer 25 prozentig geringeren Wahrscheinlichkeit Ängste entwickeln, als Menschen, die keinen Sport treiben.

Empfehlung: Wenn du unter chronischen Ängsten leidest, solltest du täglich meditative Übungen (z.B. Yoga) machen. Die Konzentration auf deine Atmung beruhigt dein Nervensystem. Auch bei den kleineren Ängsten im Alltag hilft dir die sportliche Betätigung – je anstrengender, desto besser!

 

Erektionsstörungen und schwache Libido

Erektile Dysfunktion und ein geringer Sexualtrieb können viele Ursachen haben: Stress, Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, schlechte Durchblutung. Auch Herzprobleme und/ oder Stoffwechselstörungen können schuld daran sein. Vielleicht leidest du auch unter Depressionen und nimmst Antidepressiva, die sich auf deine Libido und deine Erektionsfähigkeit negativ auswirken? 30 Minuten Sport täglich können all diese Auslöser minimieren und wieder Schwung in dein Liebesleben bringen.

Empfehlung: Konzentriere dich auf deinen Unterkörper! Alle Übungen für deine untere Körperregion fördern dort die Durchblutung wie z.B. Beckenbodenübungen (für die Frauen), unterer Bauchmuskeln, Po-Übungen… Einzige Ausnahme: Radfahren! Das könnte deinen Genitalbereich zu sehr belasten.

 

Schlafstörungen

Wenn du nachts nicht zur Ruhe kommst, bist du am nächsten Morgen nicht nur völlig erschöpft; oft ziehen Schlafstörungen weitere gesundheitliche Probleme nach sich: Gewichtszunahme, Herzerkrankungen und die Unfähigkeit, mit Stress fertig zu werden, können Begleiterscheinungen sein. Dabei liegt auch hier der Schlüssel wieder in der sportlichen Betätigung! Ein Besuch im Fitness-Studio wirkt ebenso gut wie Schlaftabletten. Mehrere Studien bestätigen, dass Menschen, die Sport treiben nachts besser schlafen als Couch-Potatoes.

Empfehlung: Mache täglich Sport, ganz egal welchen. Dann wird sich deine Schlafqualität schnell verbessern. Besonders wirksam sind meditative Übungen wie Yoga oder Pilates sowie gezieltes Fitnesstraining.

 

PMS

Bei Frauen, die unter PMS (prämenstruelles Syndrom) leiden und regelmäßig Sport treiben, verringern sich die Symptome im Gegensatz zu den Frauen, die sich nicht körperlich betätigen. Das belegen wissenschaftliche Studien. Der Grund: Frauen mit PMS leiden unter Stimmungsschwankungen, Angstzustände und Depressionen. Abgesehen davon, dass Sport ganz grundsätzlich die Stimmung hebt, lindert die Bewegung häufig auch die hormonellen Veränderungen, die zu den Symptomen führen.

Empfehlung: Eine Kombination aus Aerobic, Kraft- und Ausdauertraining verbessert die PMS-Symptome. Auch Yoga, Tai Chi oder Pilates wirken Stress und Hormonschwankungen entgegen.

 

ADHS

Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung kann zwar durch Sport nicht geheilt werden, betroffene Kinder und Erwachsene können ihre Emotionen dadurch aber besser in den Griff bekommen. Durch den Sport erhöht sich kurzzeitig der Dopaminspiegel im Körper und die Patienten erreichen ähnliche Ergebnisse wie mit den Medikamenten Ritalin und Adderall. Der Grund: Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff des Nervensystems, der unter anderem für die Entscheidungsfindung und Impulskontrolle im Gehirn verantwortlich ist.

 

Empfehlung: Als Erwachsener profitierest du von jeder Form der sportlichen Betätigung. Für Kinder sind Sportarten zu empfehlen, die eine klare Struktur vorgeben, den Teamgeist fördern und das Selbstwertgefühl stärken.